Heu-Selbstentzündung

Wie kommt es nun eigentlich zur Selbstentzündung von Heu?

Bevor ein Heulager durch Selbstentzündung in Brand gerät, laufen innerhalb des Futterstocks folgende biochemischen Vorgänge ab:

1. Zellatmung und Selbsterwärmung

Nach dem Trocknungsvorgang verbleibt noch ein Rest von Pflanzenzellen, die nicht vollkommen abgestorben sind. Die Zellen atmen weiter mit einem eingeschränkten Stoffwechsel, dabei wird Wärme frei gesetzt. Durch die gute Isolierungs-Wirkung des Heus erhöht sich dessen Temperatur.

2. Selbsterhitzung

Im Heu vorhandene Pilze und Bakterien vermehren sich sehr stark in der durch die Zellatmung und den Stoffwechsel entstandenen Wärme. Besonders an Stellen mit höherer Restfeuchte entwickeln sich bestimmte Arten von Bakterien besonders schnell. Durch deren Stoffwechsel erhöht sich die Temperatur im Heu nochmals sehr stark.

3. Brandgefährliche Reaktionen

Zwischen den Zellen und unter den in den Zellen vorhandenen Wirkstoffen, den Pektinen, kommt es zu chemische Abbau-Reaktionen. Hierbei wird wiederum sehr viel Wärme frei gesetzt. Die Temperaturen erhöhen sich weiter.

4. Selbstentzündung

Infolge der schlechten Wärmeleitfähigkeit des Heus kommt es an einzelnen Stellen zu einem Wärmestau. Dabei entstehen so hohe Temperaturen, daß das Heu sich selbst entzündet. Die Gefahr der Heuselbstentzündung hat sich in den letzten Jahrzehnten ständig erhöht. Die Wiesen werden intensiver gedüngt, die maschinelle Ernte bringt es mit sich, daß auch feuchte Bodenteile und ungenügend getrocknete Gräser in das Heulager gelangen. Das Einbringen der Heuernte mit modernen Maschinen in sehr kurzer Zeit und das stark verdichtende Füllen der Heulager mittels Gebläse und Heuverteilungen erhöhen die beschriebenen Gefahren. Auch die Lagerung des Heus in Ballenform bringt Hitzestaus und die Gefahr einer Selbstentzündung mit sich.

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